Die Untersuchungen werden anhand von ausgewählten Demonstratorteilen aus der laufenden Serie durchgeführt, die in Bezug auf die Anforderungen bei der Wärmebehandlung und Nachbearbeitung die gesamte Bandbreite der technischen Keramiken repräsentieren. Es werden Methoden erarbeitet, mit deren Hilfe die energieaufwändigsten Schritte wie mehrfaches Aufheizen, Heißpressen, Nachbearbeitung entweder komplett eliminiert werden oder aber der notwendige Energieaufwand deutlich reduziert wird. Gleichzeitig sollen die Prozesszeiten, die Sintertemperaturen und der BHM-Einsatz minimiert werden. Dies kann ein Re-Engineering der gesamten Prozesskette der Keramiken erforderlich machen.
Ein Teilziel sind homogene sinteraktive Grünkörper, was eine teilweise Anpassung der Rohstoffe, der Aufbereitung, der Versätze sowie der Formgebungsverfahren nötig macht. Die Prozessparameter bei der Wärmebehandlung werden durch Computersimulation - basierend auf In-Situ-Messdaten - optimiert. Der Energieverbrauch der optimierten Prozesse wird gemessen und mit dem Energiebedarf alternativer Heiztechniken verglichen.